Rapex-Report am Donnerstag: Explodierendes Hoverboard – Produktrückruf von portablen LED-Lampen und Lichterketten

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Rapex-Report am Donnerstag: Explodierendes Hoverboard – Produktrückruf von portablen LED-Lampen und Lichterketten
Die Behörden aus Litauen haben vor wenigen Tagen ein europaweites Verkaufsverbot für Hoverboards der Marke Manta ausgesprochen. Die Batterie des Hoverboards kann sich leicht überladen, was zu einer Überhitzung führen kann. Dies kann leicht zu Verbrennungen, Explosionen oder Feuer führen. Das Produkt entspricht nicht den Anforderungen der Maschinenrichtlinie und der relevanten europäischen Norm EN 62133-2.

Weiterhin wurden von den ungarischen Behörden Produktrückrufe und Verkaufsverbote für zahlreiche portable LED-Lampen und Lichterketten verhängt. Bei drei der LED-Lampen waren die Kabel im Inneren des Netzkabels zu dünn und konnten sich während des Gebrauchs überhitzen.

Bei einem Produkt bestand der Kunststoffteil des integrierten Steckers aus brennbarem Material und die Isolierung und die Größe der Stifte des Netzsteckers und des Ausgangssteckers waren ungeeignet, so dass spannungsführende Teile zugänglich bleiben.

Bei einem anderen Produkt waren die Abmessungen der Steckdose und des Flachsteckers nicht geeignet und die Isolierung des USB-Anschlusses unzureichend. Unter Spannung stehende Teile können ohne den Einsatz von Werkzeugen zugänglich werden.

Keines der Produkte entspricht den Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie und den relevanten Europäischen Normen EN 60598 und EN 60335.

Bei den beanstandeten Lichterketten waren die Kabel nicht richtig verankert und zu dünn. Zwei der Produkte hatten unzureichende Isolierungen und die Struktur der Kabelverlängerungsbuchse ermöglichte das einpolige Einstecken von Steckern. Die beiden Produkte waren zudem nicht gegen Feuchtigkeit geschützt, obwohl sie für den Einsatz im Freien empfohlen wurden.

Die Kabel könnten sich überhitzen, den Benutzer verbrennen oder zu einem Feuer führen. Wasser könnte in die Produkt eindringen oder der Benutzer könnte zugängliche stromführende Teile berühren, was zu einem elektrischen Schlag führen kann. Alle Produkte verstießen gegen die Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie und der relevanten europäischen Norm EN 60598.

Neben diesen elektrischen Produkten wurden auch zwei Tritthocker aus Plastik vom Markt genommen. Beide Hocker waren nicht ausreichend belastbar und konnten zusammenbrechen. Die Produkte entsprachen nicht der einschlägigen Norm EN 14183.

Die Beispiele zeigen, dass Hersteller, Importeure und Handelsunternehmen die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und befolgen sollten, um sich vor großen finanziellen Schäden zu schützen. Die Einhaltung der europäischen Vorschriften und Normen sollte auch bei den Verhandlungen mit den meist chinesischen Lieferanten eine zentrale Rolle spielen, um die negativen Auswirkungen durch Importverbote, Verkaufsverbote und Produktrückrufe zu vermeiden.
 

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Über den Autor
Dr. Hartmut Voss
Dr. Hartmut Voss
Dr. Hartmut Voss ist Gründer und Geschäftsführer der trinasco GmbH und Experte für Produkt Compliance Management. Vor seiner Tätigkeit als Berater war Dr. Voss bei führenden internationalen Unternehmen tätig (Pepsi-Cola, Sony, Nokia) und hat dabei sehr erfolgreich diverse Marketing-, Vertriebs- und General Management-Funktionen bekleidet. Unter anderem leitete er eine europäische Business Unit, die eine Vielzahl von Produkten gemeinsam mit asiatischen Lieferanten entwickelte, produzierte und in Europa vermarktete. Durch seine langjährige, europaweite Erfahrung als Produktmanager und Geschäftsführer kann er die Risiken und Herausforderungen im Bereich Produkt Compliance sehr genau einschätzen und die Kunden der trinasco GmbH optimal unterstützen.