Rapex-Report am Donnerstag: Rückruf von Apple MacBook Pro Batterien – Schutzmasken, die nicht den Sicherheitsanforderungen entsprechen

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Rapex-Report am Donnerstag: Rückruf von Apple MacBook Pro Batterien – Schutzmasken, die nicht den Sicherheitsanforderungen entsprechen
Die Behörden in Irland und Polen haben Modelle der Apple MacBook Pro-Serie mit einem Produktrückruf belegt. Es wurde festgestellt, dass bei 15"-MacBook Pro-Geräten einer älteren Generation die Batterie überhitzen und dadurch ein Brandrisiko darstellen können. Die betroffenen Geräte wurden hauptsächlich zwischen September 2015 und Februar 2017 im Handel und auch online verkauft. Apple hat auf seiner Homepage einen weltweiten Rückrufplan veröffentlicht und tauscht die betroffenen Batterien kostenlos aus.

Wie schon in der vorletzten Woche tauchen im Safety Gate der EU wieder zahlreiche Schutzmasken aus China auf. Bei sechs Modelle wurde die Einfuhr in Belgien verweigert, drei weitere Modelle dürfen nur mit zusätzlichen Warnhinweise verkauft werden. Die Behörde in Belgien weist auf folgende Mängel hin:

- Partikel-/Filterrückhaltung des Materials ist unzureichend

- Die gesamte Filterkapazität der Maske ist unzureichend

- Maske passt sich nicht ordnungsgemäß an das Gesicht an

- Die stoffliche Zusammensetzung, Struktur und Form sind ungeeignet

Die festgestellten Mängel führen dazu, dass die Hauptaufgabe der Masken nicht erfüllt wird, sondern eine übermäßige Menge an Partikeln oder Mikroorganismen die Maske passieren, was das Infektionsrisiko erhöht.

Weiterhin bemängelten Behörden aus Polen, Finnland und UK verschiedene elektrische Produkte (u.a. Haartrocker/-styler, Reiseadapter, LED-Netzteil, Tauchsieder), die elektrische Schläge und Feuer auslösen können. Alle Produkte verletzen die Niederspannungsrichtlinie und wurden mit Verkaufsverboten, Produktrückrufen und/oder Vernichtung der Produkte belegt.

Mit Verkaufsverboten oder Rückrufen wurden zudem belegt:

- Spielzeuge, die gefährliche Substanzen enthalten und gegen die Spielzeugrichtlinie verstoßen,

- Sitzhocker, der über keine Sperrvorrichtung verfügt und zusammenklappen kann, wenn eine Person darauf sitzt

- Fahrrad, bei dem sich das vordere Schutzblech lockern und dann das Vorderrad blockieren kann

Die Beispiele zeigen, dass Hersteller, Importeure und Handelsunternehmen die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und befolgen sollten, um sich vor großen finanziellen Schäden zu schützen. Die Einhaltung der europäischen Vorschriften und Normen sollte auch bei den Verhandlungen mit den meist chinesischen Lieferanten eine zentrale Rolle spielen, um die negativen Auswirkungen durch Importverbote, Verkaufsverbote und Produktrückrufe zu vermeiden.
 

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Über den Autor
Dr. Hartmut Voss
Dr. Hartmut Voss
Dr. Hartmut Voss ist Gründer und Geschäftsführer der trinasco GmbH und Experte für Produkt Compliance Management. Vor seiner Tätigkeit als Berater war Dr. Voss bei führenden internationalen Unternehmen tätig (Pepsi-Cola, Sony, Nokia) und hat dabei sehr erfolgreich diverse Marketing-, Vertriebs- und General Management-Funktionen bekleidet. Unter anderem leitete er eine europäische Business Unit, die eine Vielzahl von Produkten gemeinsam mit asiatischen Lieferanten entwickelte, produzierte und in Europa vermarktete. Durch seine langjährige, europaweite Erfahrung als Produktmanager und Geschäftsführer kann er die Risiken und Herausforderungen im Bereich Produkt Compliance sehr genau einschätzen und die Kunden der trinasco GmbH optimal unterstützen.