Begriff Definition / Erläuterung
Spielzeugrichtlinie

Die europäische Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG regelt die besonderen Anforderungen an Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Kinderspielzeug. Spielzeug muss so konstruiert sein, dass Gesundheitsrisiken wie mechanische Verletzungen, giftige Substanzen, Ersticken, Strangulation, Gehörschäden usw. ausgeschlossen werden. Auch die elektrische Sicherheit und die Brandsicherheit müssen gegeben sein.

Beim Anwendungsbereich der Spielzeugrichtlinie gibt es eine Grauzone, da die Richtlinie auch für solche Produkte gilt, die nicht ausschließlich zum Spielen bestimmt sind. Daher können auch Gegenstände, die zur Dekoration oder für andere Zwecke gedacht sind, unter die strengeren Vorgaben für Spielezug fallen, wenn damit zu rechnen ist, dass Kinder unter 14 Jahren sie für Spielzeug halten und zum Spielen verwenden.

Die Anforderungen der Spielzeugrichtlinie wurden durch die Verordnung über die Sicherheit von Spielzeug (Zweite Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz – 2. ProdSV) in das nationale Recht überführt. Für Spielzeug relevant sind außerdem die Stoffverbote und Stoffgrenzwerte aus dem europäischen Chemikalienrecht, insbesondere der REACH-Verordnung.