Begriff Definition / Erläuterung
Öko-Design-Richtlinie

Öko-Design-Richtlinie ist die deutschsprachige Bezeichnung der europäischen Richtlinie 2009/125/EG, auch als ERP-Richtlinie (Energy-related Product Directive) bekannt. Ziel dieser Richtlinie ist, auf das Produktdesign so hinzuwirken, dass europaweit möglichst energieeffiziente und umweltfreundliche Produkte auf den Markt kommen. Betroffen sind daher in erster Linie Elektrogeräte, die sowohl umweltgerecht wie energiesparsam sein sollen, z. B. durch einen möglichst geringen Standby-Verbrauch.

Während die Vorläufer-Richtlinie 2005/32/EG lediglich energiebetriebene Produkte wie Motoren, Pumpen oder Kühlschränke betraf, erfasst die aktuelle Ökodesign-Richtlinie sämtliche Produkte mit Energieverbrauchsrelevanz. Sie betrifft somit auch Produkte wie Autoreifen, Dämmstoffe oder Duschbrausen, die selbst keine Energie verbrauchen, aber den Energieverbrauch maßgeblich beeinflussen.

Die Anforderungen der ERP-Richtlinie wurden im Jahr 2008 durch das Energiebetriebene-Produkte-Gesetz (EBPG) in nationales Recht überführt. Der Titel dieses Gesetzes lautet inzwischen Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG). Eine für 2019 geplante Neuauflage der Öko-Design-Richtlinie setzt neben der Energieeffizienz an der Langlebigkeit von Produkten an, das betrifft die Reparierbarkeit sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen.